Seychellen – Praslin vom 16. bis 20. Oktober 2013

Wieder hieß es Kofferpacken, aber nicht für die Heimreise sondern für die Weiterreise nach Praslin, die letzte Station unserer Reise. Nachdem wir wieder mal zuverlässig vom Gästehaus abgeholt wurden, gings vom Hafen aus mit der Fähre rüber nach Praslin. Auch dort klappte mit dem Transfer alles wieder prima und wir kamen nach 20 Min. in unsrem Gästehaus Islander an.

Im Gästehaus angekommen bezogen wir einen herrlichen Bungalow (einziger Wermutstropfen, die Klimaanlage war nicht inkl. und sollte 8 € pro Tag kosten – wir verzichteten). Den Restlichen Tag verbrachten wir gemütlich am Strand (das Meer war leider etwas “Seegras” belastet) und aßen sehr lecker im Restaurant Capricorn, dass zu unser Unterkunft gehörte. Bei Matthias gab es einen sehr leckeren Rosted Octopus und für mich ein traumhaftes Octopus Curry.

Für Tag zwei auf Praslin hatten wir bereits im voraus (auf Mahe) einen Ausflug ins Vallée de Mai und an Anse Lazio gebucht. Nach einem gemütlichen Frühstück wurden wir abgeholt und wurden in einem der kleinsten Nationalparks der Welt von der liebenswerten Nadia erwartet.

Sie führte uns 2 Stunden mit viel Witz und Wissen durch den Tropenwald. Wir konnten viel über die Coco De Mer erfahren, lernten den 4 Spices Baum kennen, dessen Blätter nach Zimt, Nelke, Pfeffer und Muskatnuß riechen. Sogar vom Lieblingsbaum des Black Parot durften wir naschen.

Nach dem beeindruckenden Parkbesuch ging es mit dem Bus auf abenteuerlicher Fahrt an den Anse Lazio, der Bezeichnung Traumstrand auf alle Fälle verdient hat. Solch feinen “Puderzucker”-Sand hatten wir beide noch nicht gesehen. Badeschuhe wie sonst brauchte man hier auf keinen Fall.

Auf unserer Fahrt zurück ins Islander schmiedeten wir bereits Pläne für den kommenden Tag. Mit dem öffentlichen Bus fuhren wir übers Vallée de Mai an den Anse Volbert. Eine wahnsinnig lange Bucht auf der Nordseite der Insel. Vorgelagert konnte man die Insel Curieuse sehen.  Dort machten wir einen endlosen Strandspaziergang an einem fast menschenleeren Strand. Im zurück glich unsere Busfahrt einer Achterbahnfahrt, der Fahrer schien es echt eilig zu haben.

Für unseren letzten Urlaubstag hatten wir uns nochmal einen besonderen Ausflug gebucht. Mit dem Katamaran ging es am Vormittag auf die Insel Curieuse. Dort erwarteten uns jede Menge Riesenlandschildkröten und sogar einige “Baby´s”. Nach ausgiebiger Möglichkeit Fotos zu schießen brachen wir zu einem 30 minütigem Fußmarsch durch den Mangrovenwald zum Doctors Haus auf. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir jede Menge Krebse und Schnecken. Am Anse St José hatten wir noch kurz die Möglichkeit zum Baden bevor´s zum Lunch auf den Katamaran zurück ging.

Danach machten wir uns auf den Weg zu Coco Island und Felicitae zum Schnorcheln. Die Unterwasserwelt war doch sehr anders als bei unserem ersten Ausflug. Leider waren kaum so schöne Korallen zu sehen. Dafür waren die Fische farbenprächtig und in Vielzahl bei uns. Mein persönlicher Höhepunkt war eine Meeresschildkröte *freu*

Der letzte Abend war angebrochen und wir kosteten Ihn nochmal in vollen Zügen aus.

Den Sonntag verbrachten wir nochmal sehr “faul” am Strand mit ausgiebigem Lesen. Am Nachmittag mussten wir nach erfrischender Dusche das erste Mal seit 2 Wochen wieder lange Hosen anziehen. Und dann gings mit dem Katamaran zurück nach Mahe. Dort wartete “nur” noch der Flieger nach Hause auf uns. Mit Zwischenstopp in Dubai erreichten wir am Montag Nachmittag München und das Wetter war gnädig mit uns…(20 °C und Sonne).

Hier nun unsere “letzten” Bilder von Praslin.

Seychellen – La Digue vom 10. bis 15. Oktober 2013

Nach unserem sehr schönen Aufenthalt auf Mahe hieß es Kofferpacken. Nach dem Frühstück wurden wir abgeholt und zum Jetty (Hafen) gebracht. Von dort ging es mit der Cat Cocos zuerst in einer knappen Stunde nach Praslin und gleich im Anschluss mit einer kleineren Fähre weiter nach La Digue (nochmal 15 Min Überfahrt).

Der erste Eindruck war schon traumhaft und sollte sich die kommenden 6 Tage absolut bestätigen (kaum rauszuhören, dass wir auf unserer Lieblingsinsel ankamen). Nach kurzer Taxifahrt kamen wir im Calou Guesthouse an und wurden mit einem sehr netten Cocktail empfangen.

Danach ging es das erste mal auf´s “Zimmer”- ach was sag ich – in unseren Bungalow mit eigener Terasse. Sehr liebevoll eingerichtet, so fühlten wir uns sofort “Zuhause”. Das Calou liegt mitten in einem rießigen Tropengarten und so genossen wir erstmal nur unsere Terasse. Den Nachmittag verbrachten wir bei einem netten Spaziergang zum Hafen und entdeckten am flachen Sandstrand einen recht großen Einsiedlerkrebs.

Am Abend gab es für unsere Verhältnisse dann spät (19:30 Uhr) ein sehr leckeres Abendessen vom Buffet (wie übrigens all die kommenden Abende, da wir im Calou Halbpension gebucht hatten)

Nachdem wir am kommenden Tag Sternfrucht vom eigenen Baum zum Frühstück genießen durften haben wir für die kommenden 5 Tage 2 Fahrräder gemietet. Damit gings dann mit gepacktem Rucksack los.

Man kann nicht beschreiben wie cool es ist dort mit dem Radl unterwegs zu sein. Über schmale Wege durch Tropen-Urwald mit Reggae-Klängen aus vielen Häusern. Sehr entspannt trotz der Temperaturen. So kamen wir am Grand Anse an und staunten nicht schlecht über die unglaublich schöne Bucht an der richtig große Wellen auf den Strand knallten. Es waren kaum Menschen zu sehen, dafür VIEL puderzucker-feiner-weißer Sand, türkisfarbenes Meer eingerahmt von großen ausgewaschenen Granitfelsen.

Über einen Trail gelangten wir nach einer kurzen Wanderung an Petite Anse und dort waren wir wirklich ALLEIN. Kein Mensch… HAMMER! An einem Schattenplätzchen unter Palmen haben wir es uns bequem gemacht. Da die Buchten an der Süd-Ost-Seite wegen gefährlicher Unterströmungen leider nicht zum Baden geeignet sind gab es nur “wasserumspülte” Füße, das tat der Schönheit aber keinen Abbruch.

Der Nachmittag bescherte uns dann einen kurzen Regenschauer, der aber zum Abendessen schon wieder vergessen war.

Am Samstag hatten wir uns vorgenommen über den Norden den Osten der Insel zu erkunden. Und so gings mit dem Rad diesmal in die andere Richtung. An der Ostküste ist das Meer verhältnismäßig rau aber auch auf seine Weise besonders. Die Buchten sind ebenfalls nicht badetauglich, aber sehr schön für´s Auge.

Auf dem Rückweg hielten wir´s an der Anse Severe am Strand gut aus, dort kann man auch gut Baden (Westseite). Nach einer kleinen Siesta im Guesthouse ließen wir uns am Nachmittag den Trubel im Hafen um die am Vortag gestartete Fishing Competition nicht entgehen. Dort präsentierte jedes Fischerboot seinen Fang der vergangenen 24 Stunden.

Unser Buffet am Abend hielt dann auch noch einen im ganzen gebratenen Fisch für uns bereit und extrem leckeres Oktopus-Cocos-Curry. Wie seit dem 2. Abend wurde das Abendessen mit einem sehr leckeren Zitronengrastee beendet.

Für den Sonntag war unser Ziel der Anse Coco. Nachdem wir diesen am Vortag nicht über die Ostseite erreicht hatten, versuchten wir über Grand Anse & Petite Anse einen Trail zur nächsten Bucht zu finden. Nach 2 Fehlversuchen fanden wir den richtigen Trail und gelangten so auch an den Anse Coco. Sehr bezaubernder Strand mit unglaublich hohen Wellen. Es machte rießigen Spass am Strand in der Brandung zu stehen und bis zum Kinn nass zu werden Zwinkerndes Smiley

Gegen Mittag wurde der Strand etwas belebter und da Sonntag war machten sich auch einige Einheimische einen schönen Tag am Strand und grillten frischen Fisch. Auf dem Rückweg machten wir an einem kleinen Stand halt, der frische Fruchtsäfte verkaufte. Sehr lecker. Am Nachmittag konnten wir wie jeden Tag ab 15 Uhr die vielen Flughunde fliegen sehen, die es auf die umliegenden Mangobäume abgesehen haben.

Der Montag hielt dann eine etwas andere Überraschung für uns bereit, so dass aus unserem Plan “wir gehen auf den Berg” nichts wurde. Denn… es regnete den ganzen Tag. So nutzen wir die Zeit zum Kartenschreiben & viel Lesen. Am Nachmittag gab es dann doch noch eine kleine Regenpause und so schnappten wir die Räder und fuhren über die Nordspitze an den Anse Banane wo wir wunderschöne Meeresschneckenhäuser gefunden haben (fotografiert aber zurückgelassen).

Für unseren letzten Tag auf La Digue war das Ziel klar, der L’Union Estate mit dem Anse Source d’Argent dem berühmtesten Strand der Insel. In dem Park gab es einiges zu sehen. Eine Ochsen betriebene Kopra-Mühle zur Ölgewinnung, jede Menge Riesenschildkröten die einem sogar aus der Hand gefressen haben und eine Vanille-Plantage.

“DER” Strand (Anse Source d´Argent) so wunderschön wie er ist, war unserer Meinung nach etwas überlaufen (teils auch von Tagestouristen die von Praslin rüber kommen). Da durch die Granitfelsen der Strand in viele kleine Buchten geteilt wird fanden wir aber ein sehr schönes schattiges Plätzchen. Beim Schnorcheln & Plantschen konnte man es hier sehr gut aushalten (und sich einen kleinen Sonnenbrand holen) Den Rückweg machten wir nicht auf direktem Weg sondern fuhren die Insel noch etwas ab. Dabei machen wir auch noch ein paar Souvenir Einkäufe.

Am Abend hieß es dann nach dem Essen schon Abschied nehmen von Klaus unserem Gastgeber. Vielen Dank für die wunderschöne Zeit auf La Digue.

Teil 3 von Praslin folgt Smiley Aber jetzt erst noch die wunderschönen Bilder von La Digue.

Seychellen – Mahe vom 06. bis 09. Oktober 2013

Nach 10 Stunden Flug mit kurzem Zwischenstopp in Dubai kamen wir in Viktoria am intern. Flughafen der Seychellen an. Nachdem wir unser Gepäck hatten suchten wir unsere zuständige Reisegesellschaft vor Ort.

Mit Mason´s klappte der Transfer über die engen bergigen Gässchen an den Beau Vallon zu unserem Gästehaus super. Angekommen im Georgina`s Cottage waren wir total überwältigt von der genialen Strandlage & mussten erst mal die Füße ins Meer “hängen”.

Vor unserem Balkon hatten sich an diesem Sonntag Nachmittag einige Einheimische zu einem Barbecue getroffen. Bei Reggea Klängen erkundeten wir die nähere Umgebung, kauften kleine Knabbereien und Wasser im nahen kleinen Supermarkt & machten dann erst mal einen kleinen Nachmittagsschlaf.

Gegen Abend löste sich die Feier vor unserem Balkon auf zu Gunsten eines größeren Festivals einige Meter weiter an der Bucht. Das Fest schienen die Einheimischen zu feiern, alles war auf den Beinen, es gab Liveauftritte & richtig viel “hausgemachtes” BBQ und Creole Food.

Nach einer etwas unruhigen Nacht (die Brandung vor der Tür war ganz schön laut & nicht zu letzt das Festival Zwinkerndes Smiley) gab es ausgeschlafen auf der Veranda ein super Frühstück mit leckeren frischen Früchten.

Danach wollten wir den ersten Urlaubstag ganz relaxt angehen und suchten uns direkt am Strand ein schattiges Plätzchen & testeten die Temperatur des Meer´s auf Badetauglichkeit. Etwas entfernt, konnten wir lokale Fischer beim Netzeinholen und anschließendem Fischverkauf beobachten.

Am Nachmittag machten wir eine kleine Erkundungstour durch Beau Vallon und holten uns dabei den ersten kleinen Sonnenbrand. Zurück im Gästehaus wartete unsere Reiseleiterin auf uns (Top Service).

Am Abend machten wir beim Pizzaessen (ja wirklich) mit Smoked-Fish-Pizza & Seafood-Pasta eine echt nette Bekanntschaft mit 2 Deutschen Touristen die gerade frisch von einer Woche Katamaran-Fahrt kamen. Sie hatten uns noch echt nette Tipps für unsere weiteren Inselaufenthalte.

Für Tag zwei auf Mahe hatten wir am Abend zuvor eine Katamaran-Tour zum Ste Anne Marine National Park gebucht. Nachdem wir am Gästehaus abgeholt wurden ging es von Viktoria aus mit dem Katamaran hinaus zum vorgelagerten Nationalpark.

Um einen Einblick in die tolle Unterwasserwelt zu bekommen stiegen wir “vor Ort” in ein besonderes Boot um. Das Semi-Sub hatte im Untergeschoss kleine Sitzbänke und man konnte so zu den Seitenfenstern das zauberhafte Korallenriff mit seinen Bewohnern bewundern.

Zurück auf dem Katamaran statteten wir uns zum Schnorcheln aus, wohlweislich auch mit T-Shirt um dem Sonnenbrand vorzubeugen. Beim Schnorcheln bot sich der Anblick der Unterwasserwelt noch viel beeindruckender als zuvor vom Boot aus. Schön, dass wir mit der Digitalen-Unterwasserkamera von meinem Bruder (DANKE) die Schönheit festhalten konnten.

Vom Boot aus fütterte die Crew die Fische mit Toast. Bevor wir zurück an Bord gingen konnten wir noch ein wahres Bad zwischen den vielen Fischen nehmen.  Auf dem Katamaran gab es anschließend ein kleines creolisches Buffet zum Lunch, bevor wir mit dem Beiboot auf die Sandbank vor der Insel Moyenne übersetzten.

Dort erwartete uns die erste Begegnung mit Riesenlandschildkröten. Beeindruckende Tiere. Mit unserem Guide entdeckten wir auf den Spuren von Robinson Crusoe bei einem schönen Inselrundgang rießige Palmspinnen, Piratengräber und große Krebse. Nach unserer Rückkehr auf den Katamaran gab es noch einen sehr leckeren Cocktail auf der Rückfahrt.

Den Abend ließen wir ganz entspannt in einem Restaurant in der Nähe unseres Gästehauses ausklingen.

Zum Frühstück an unserem letzten vollen Tag auf Mahe gab es eine Überraschung. Premiere im Soursop essen (eine spannende Frucht). Mit etwas Geduld warteten wir dann auf den öffentlichen Bus mit dem wir für umgerechnet 60 Cent zu zweit nach Victoria gefahren sind.

In Victoria war unser erstes Ziel der große Markt. Dort gab es viel zu entdecken, von frischem Fisch, über Obst und Gemüse sowie richtig viel Gewürze (wovon wir reichlich gekauft haben).

Vom Markt gings weiter durch die Straßen von Victoria direkt in einen Stoffladen – ja richtig gelesen, ich habe tatsächlich auf Mahe Stoff gekauft *smile* Ungläubig kauften wir im Postamt dann auch noch für 13 Rupies (ca. 80 Cent) Postkarten mit Briefmarken (ungläubig ob die jemals in Deutschland ankommen – SIND sie aber).

Die Empfehlung den Weg zum Botanischen Garten auf sich zu nehmen lohnte sich echt. In einem wunderschön angelegten Tropengarten konnten wir alles sehen was die Seychellen zu bieten haben. Nicht zuletzt die Coco de Mer (Seychellennuss) und viele Riesenschildkröten.

Nach einigen kleineren Shoppingabstechern und einem Blick auf den Clock-Tower von Victoria ging`s zurück zum Busbahnhof und von dort zurück ins Georgina´s (Der Busfahrer hatte es ganz schön Eilig – ein echtes Erlebnis)

Nach einer Siesta ging´s auf den Markt der jeden Mittwoch in Beau Vallon stattfindet. Auf Empfehlung von unserem Gastgeber probierten wir dort Calou (Palmwein, der aus der Kokospalme hergestellt wird und ein wenig wie unser Federweiser schmeckt) und sehr leckeren Mangosalat mit einer BBQ-Wurst (extra hot) sozusagen als Vorspeise.

Als Hauptgang gab es Fisch bzw. Octopus-Curry mit Gemüsereis und Mango – sehr fein. Vor allem richtig günstig an den Marktständen. So ließen wir unseren letzten Abend auf Mahe ausklingen bevor´s am kommenden Tag mit der Fähre nach La Digue weitergehen sollte.

Dazu demnächst mehr Smiley – jetzt aber erst noch einige Bilder…

Traumurlaub auf den Seychellen

Mit dem diesjährigen Sommerurlaub haben wir uns einen Traum erfüllt. Vom 6. bis 20. Oktober weilten wir auf den Seychellen im Indischen Ozean.

Sonnenuntergang_Mahe
(Sonnenuntergang am Beau Vallon auf Mahe)

Bereist haben wir die 3 Hauptinseln – 4 Nächte auf Mahe, 6 Nächte auf La Digue und 4 Nächte auf Praslin. Gebucht haben wir unsere Reise über Seyvillas.com, absolut Top und weiter zu empfehlen.

AnsePetit_LaDigue
(Blick auf die Bucht Petite Anse auf La Digue)

Die Inseln sind so vielfältig wie man es sich nur vorstellen kann. Von Granitfelsen und hohen Bergen, zu einsamen flach abfallenden Sandstränden mit türkisblauem Meer. Sehr beeindruckt hat uns auch der Tropische Urwald mit seinen tierischen Bewohnern.

Valle_de_Mai_Praslin (Coco de Mer Palme im Vallee de Mai auf Praslin)

Über all unsere Urlaubsfreuden auf den unterschiedlichen Inseln, unsere Ausflüge, spannende Fortbewegungsmittel und kulinarischen Erlebnisse werden wir die kommenden Tage ausführlich berichten.

Ewige Stadt – ROM – April 2013

Zum 80. Geburtstag meiner Oma hatten wir uns etwas ganz besonderes überlegt. Wir schenkten Ihr aus der engsten Familie eine 5-tägige Busreise nach Rom.

Start war am 8.4.2013 um 4:20 Uhr morgens *arg*. Uns erwartete eine Busfahrt bis in die Abendstunden. Angekommen um 18:30 Uhr in Rom am Hotel erwartete uns fast gleich ein leckeres 3-Gänge-Menü. Zu mehr als ein bisschen die Beine vertreten reichte es an diesem Abend aber nicht mehr.

Stadtspaziergang durch Rom

Unser erster Tag in Rom begann zu Fuß und führte uns über eines der vielen Stadttore ins “Innere” von Rom. Unser erstes Ziel war die Lateranbasilika, die Bischofskirche von Rom. Von dort ging es weiter in die Santa Maria Maggiore in der einer der bedeutendsten Bildhauer und Architekt des Barocks in Rom´s, Giovanni Lorenzo Bernini, begraben liegt.  Vor der Tür erwartete uns eine kleine Überraschung, eine von 2 Busfahrten mit den öffentlichen Bussen in Rom (wohl gemerkt mit einer 44 Personen Gruppe)

Nach erfolgreicher Busfahrt ging unser Spaziergang weiter zur Kirche St. Peter in den Ketten (San Pietro in Vincoli). Die Kirche beinhaltet unter anderem das Grab von Papst Julius II. mit dem gehörnten Moses von Michelangelo.

Danach machten wir einen größeren Zeitsprung und befanden uns nach kurzem Fußmarsch bei den Gladiatoren am Kolosseum das beeindruckend unsere Reise in die Antike startete.
Denn von dort aus schlenderten wir auf den Spuren der Kaiser am Forum Romanum vorbei.  Von weitem grüßten uns schon die beiden Quadriga´s des Nationaldenkmals (des Vittoriano). Ein sehr imposantes Denkmal, der weiße Marmor blendete uns fast in der Sonne.

Die 2. öffentliche Busfahrt brachte uns zum Piazza del Popolo. Dort steht einer der beiden Obelisken die früher den Circus Maximus zierten (den anderen hatten wir bereits vor der Lateranbasilika bestaunt). Am Piazza del Popolo verbrachten wir in einem Selbstbedienungsrestaurant eine schöne Mittagspause.

Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg über die Via Margutta, eine romantische Künstlerstraße, zum Spanischen Platz wo uns natürlich auch die Spanische Treppe erwartete. Leider sehr überfüllt mit Touristen.

Und so brachte uns der Spaziergang zum wohl berühmtesten Brunnen in Rom, dem Fontana di Trevi (im Gegensatz zu Las Vegas im vergangenen Jahr dieses Mal in Original) Der obligatorische Münzwurf für einen weiteren Rombesuch musste natürlich sein. In ein paar Minuten freier Zeit gönnten wir uns das erste Eis in Rom.

Am Parlamentsgebäude und der Trajanssäule vorbei ging es dann zum Pantheon, dem wohl ältesten komplett erhaltenen Gebäude das wir sehen durften. Die Kuppel des Pantheon beeindruckte uns durch die gigantischen Ausmaße von 43,30m (Durchmesser und Höhe) und auch die Kuppelöffnung mit 9 m Durchmesser.

Direkt um die Ecke vom Pantheon findet sich auf dem Piazza della Minerva der Berninis Elefant der einen Obelisken trägt. Und sogar einen Blick in die Papstschneiderei Gammerelli konnten wir erhaschen.

Unser letzter großer Anlaufpunkt für den heutigen Tag war die Piazza Navona wo an diesem Tag ein kleiner Künstlermarkt stattfand. Die Mitte des Platzes wird durch den beeindruckenden Vierströmebrunnen beherrscht. Unsere freie Zeit reichte dann noch für einen gemütlichen Kaffee in der Sonne am Blumenmarkt, bevor uns der Bus abholte und zum Hotel zurück brachte, wo wir den Abend bei einem gemütlichen Essen ausklingen lassen konnten.

Papstaudienz und antike Hafenstadt

Am 2. Tag hieß es pünktlich Frühstücken und ab in den Bus, auf dem Programm stand am Vormittag die große Papstaudienz auf dem Petersplatz (Die zweite überhaupt in Papst Franziskus Amtszeit). Nachdem wir pünktlich ankamen und die Sicherheitsprüfung hinter uns gebracht hatten, konnten wir recht weit vorne auf den Stühlen Platznehmen (bestuhlt war für ca. 40.000 Menschen) Als eine Stunde später Papa Francesco (wie Ihn die Italiener liebevoll  nennen) mit seinem Papamobil losfuhr, gab es für die Menschenmassen kein halten mehr. Jeder stand auf seinem Stuhl um einen Blick auf den Papst zu erhaschen. So halfen wir sogar meiner Oma mit Ihren stolzen 80ig Jahren auf den Stuhl.

Nach einer Runde durch alle Reihen nahm er unter dem Pavillon vor dem Petersdom Platz. Nach einer ca. einstündigen Ansprache (viele Kardinäle/Bischöfe übersetzten in unzählige Sprachen) sprach Papa Francesco zu den Anwesenden über 50.000 Menschen den Segen.

Ein unglaubliches Erlebnis. So viele Menschen auf einem Platz, friedlich versammelt aus allen Nationen der Welt. Beeindruckend!

Für unsere Reisegruppe ging es danach in Richtung Bus. Wir fuhren nach Ostia antica, der ehemaligen Hafenstadt Roms. Unsere Reiseleiterin Lydia begab sich mit uns auf die Spuren der antiken Römer. So besuchten wir den Friedhof und erfuhren wie damals die Toten bestattet wurden. Gingen eine Runde in die Therme uns “frischmachen” um fein für´s Theater zu sein. (Beeindruckend wenn man erfährt, dass nur etwa die Hälfte davon stehen blieb und das schon groß ist.) Danach waren wir zu Gast in einem Haus einer reichen Dame von damals. Dort konnten wir einen wunderschön erhaltenen Mosaikfußboden bestaunen.

Besonders schön erhalten ist eine öffentliche Latrine sowie ein Lokal in dem sogar noch die Theke aus Stein steht. Auch das Kapitol beeindruckt mit seiner Größe, teilweise stehen noch zweistöckige Wohnhäuser.

Unser Ausflug in die Antike und vor allem die Natur war eine gelungene Abwechslung zum Vormittag in der großen Menschenmasse. Nachdem wir zurück in Rom waren gönnten wir uns noch einen kleinen Spaziergang zur nächsten Eisdiele.

Besuch in den Katakomben & im Vatikan

Gestärkt nach dem Frühstück ging es an unserem letzten Rom-Tag in die Domitilla Katakomben. Dort waren wir die ersten Besucher und konnten so in der Katakombenkirche den Einführungen und Erklärungen des örtlichen Führers ungestört folgen. So erfuhren wir, dass es rund um Rom ca. 250km an unterirdischen Katakombengängen gibt. Auf einigen wenigen Metern konnten wir uns anschließend selbst ein Bild davon machen.

Unser nächstes Ziel war die Kirche Sankt Paul vor den Mauern die über dem vermeintlichen Grab des Apostels Paulus errichtet wurde. Über den Säulen der Kirchenschiffe zieht sich ein langes Band aus Medaillons die jeden einzelnen Papst im Portrait aus Mosaik darstellt sowie dessen Amtszeit wiedergibt. Der jeweils aktuelle Papst wird angeleuchtet. Da wir ja so kurz nach der Wahl von Papst Franziskus da waren, war das neue Medaillon noch nicht fertig gestellt.

Von der Kirche aus gingen wir in den angrenzenden, wunderschön mosaik-verzierten, Kreuzgang der angrenzenden Benediktinerabtei. Dort konnten wir auch einen Blick in die aktuelle Ausstellung  der Pinakothek werfen.

Im Anschluss brachte unser Bus uns in den Vatikan. Nach einer Stärkung in den Restaurants der Vatikanischen Museen, trafen wir uns wieder im Quadratischen Garten. Dort bekamen wir von unserer Reiseleiterin eine sehr ausführliche Erklärung zu den Malereien in der Sixtina.

Danach durften wir einen kleinen Teil der unglaublichen Kunstsammlung der Museen bestaunen. Darunter die Laokoon-Gruppe, den Sala Rotonda mit einer Sammlung unglaublich großer Statuen oder die Galerie der Landkarten. Den absoluten Höhepunkt aber setzte die Sixtinische Kapelle. Leider nur 15 Minuten Zeit und viel zu viele Menschen dort, ABER einfach unbeschreiblich. Allein das Gemälde des Jüngsten Gerichts von Michelangelo könnte man ewig ansehen und immer wieder neues entdecken. Oder das wohl bekannteste Bild der Kapelle die Erschaffung des Adams. Was wohl für uns außerdem zu einer Besonderheit wurde ist die Tatsache, dass 5 Wochen vor wir hier waren das Konklave stattfand.

Als ob diese Eindrücke nicht mehr zu toppen wären, ging es von dort direkt in den Petersdom. Der Innenraum beeindruckte uns in vielerlei Hinsicht. Das erste Kunstwerk das wir uns ansahen war Michelangelos Pietà. Wir erfuhren, dass keines der Kunstwerke an den Wänden gemalt ist, sondern dass es sich ausschließlich um Mosaike handelt (ca. 10.000 m²). Unglaublich, selbst mit diesem Wissen ist es schwer zu glauben wenn man davor steht.

Die Statue des Hl. Petrus ist wohl eines der bekanntesten Kunstwerke im Petersdom. Sehr beeindruckt hat uns auch die Kuppel. Die Tatsache, dass die Buchstaben im oberen Kranz eine Höhe von 3 m haben wollten wir zuerst nicht glauben, sollten aber eines besseren belehrt werden, als wir später noch auf die Kuppel stiegen. Die Kuppel ist zwar im Durchmesser nicht ganz so breit wie die des Pantheon, dafür etwas höher.

Nach der Führung durch den Petersdom endete das offizielle Programm unsere 3-tägige Romreise. Ein herzliches Dankeschön an unsere liebe Lydia, die uns mit so viel Elan, Wissen und Charme durch diese 3 Tage begleitet hat.

Mit der letzten Stunde freie Zeit, bevor es zum Hotel zurück ging, wollten wir noch etwas besonderes unternehmen. Und so ging es mit dem Aufzug und über 320 Treppenstufen auf die Kuppel des Petersdoms. Dort konnten wir uns tatsächlich von den 3m hohen Buchstaben überzeugen. Zur Krönung einer tollen Romreise konnten wir den unglaublich schönen Blick über Rom bei schönstem Wetter genießen. Von oben hatten wir sogar einen Blick in die vatikanischen Gärten, die für Touristen derzeit gesperrt sind. Der Petersplatz ist von oben ebenfalls total beeindruckend. Mit diesen Eindrücken verabschiedeten wir uns schon mal von Rom.

Ein schönes Abendessen und ein kleiner Einkauf im Supermarkt um die Ecke (lecker Parmaschinken) beendeten den 3. Romtag.

Heimreise

So stand uns am Freitag nach dem Frühstück nur noch die Heimreise auf dem Programm. Um 22:00 Uhr waren wir dann glücklich wieder zu Hause und um viele viele Eindrücke und Erlebnisse reicher.